Aromatherapie am Pferd - Oder anders gesagt: Was die Ätherischen Öle alles können und wie und warum ich sie anwende.
- Christina Reineke
- 14. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Der ein oder andere mag es schon von mir wissen: Ich nutze besonders in meinen Pferdeosteopathie Behandlungen sehr gern ätherische Öle.
Um das sinnvoll tun zu können, habe ich in diesem Jahr den Pferdearomatologie Practitioner bei Regina Hoffmann Vom „Team Pferdearomatologie“ mitgemacht.
Das bedeutet, ich kann euch sinnvoll und individuell zu eurem Pferd beraten, welches Öl jeweils sinnvoll sein kann.
Wenn du hier Bedarf hast, schreibe mir gern eine kurze Nachricht.

Aber was genau sind denn eigentlich ätherische Öle?
Ich versuche das mal ganz einfach herunterzubrechen. Stelle dir folgendes Vor: Du hat Bauchweh und trinkst einen Pfefferminztee, damit es dir besser geht. Dieses alte Hausmittel kennt wahrscheinlich jeder von uns. Das ist auch eine super Idee.
Du kannst aber auch die reine Pfefferminze nehmen und daraus ein ätherisches Öl herstellen. Dann hast du entsprechend eine Essenz von Pfefferminze aus der Flasche. Bei Young Living Qualität entspricht 1 Tropfen Pfefferminzöl der Intensität von 38 Tassen Tee.
Du hast also die Wahl, 38 Tassen Tee zu trinken, oder 1 Tropfen ätherisches Öl zu verwenden. An diesem Beispiel siehst du denke ich ganz gut, wie intensiv die ätherischen Öle sind.
Man könnte also sagen, die Pferdearomatologie ist wie die Arbeit mit Heilkräutern, nur eben in Form von ätherischen Ölen als Essenzen. Häufig reichen hier 1-3 Tropfen aus, um eine Wirkung zu erzielen.
Und auf was muss man achten, wenn man sich ätherische Öle anschafft?
Ich persönlich arbeite mittlerweile ausschließlich mit den Ölen von Young Living. Das hat mehrere Gründe.
Bei Ätherischen Ölen ist es enorm wichtig, Öle von hoher Qualität zu verwenden. Die günstigen Öle, die man in der Drogerie so findet, sind meist synthetisch hergestellt, oder sogar mit anderen Stoffen gestreckt. Diese Öle ziehen super schnell ein und wir wollen natürlich keine Schadstoffe in unserem Pferd oder in unserem eigenen Körper haben. Besonders die synthetisch hergestellten Öle können massive Stoffwechselreaktionen bei Mensch und Tier hervorrufen. Selbst wenn du sie nur im Diffusor verwendest und über die Lunge einatmest. Das wollen wir natürlich auf gar keinen Fall!
Das heißt, wir brauchen Öle, die eine sehr gute Qualität haben und die frei von weiteren Zusatzstoffe sind. Hier reicht auch eine einfache Bio-Qualität leider nicht aus.
Außerdem ist die Destillationszeit bei der Herstellung der Öle sehr entscheidend.
Nach ca. 1/3 der Destillationszeit haben wir bei den meisten Ölen schon ca. ¾ der Menge des Öls gewonnen. Um das Öl lukrativ und günstig herzustellen, hören einige Firmen nach dieser Zeit auf zu destillieren und verzichten auf die letzten 2/3 der Destillationszeit. In dieser Zeit werden vor allem die Stoffe aus der jeweiligen Pflanze gelöst, die für die entsprechende Wirkung zuständig sind.
Möchtest du also nur ein Öl, was einfach gut riecht, reicht ein einfacheres Öl, das entsprechend günstiger ist. Möchtest du eine bestimmte Wirkung von dem Öl, solltest du dir die Destillationszeit der entsprechenden Öle einmal genauer anschauen.
Da all diese Kriterien bei den Young Living Ölen gegeben sind, benutze ich die Öle dieser Firma. Das bedeutet natürlich nicht, dass andere Firmen automatisch schlechtere Öle herstellen. Das sind nur die Kriterien, auf die ich Wert lege.
Welche Möglichkeiten gibt es denn, die ätherischen Öle zu verwenden?
Hier hast du ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Du kannst die Öle auftragen (pur oder verdünnt mit einem hochwertigen Trägeröl), das kommt auf das entsprechende Öl an. Du kannst das Öl in bestimmte Körperregionen an dir oder deinem Pferd einmassieren. Ich persönlich nutze bestimmte Öle auch für osteopathische Techniken. So kann ich die Wirkweise der Technik mit der des Öls zu verknüpfen. Das ist mein persönlicher Game Changer und das macht meine Behandlung nochmal um einiges effektiver.
Du kannst die Öle außerdem in deine Hände geben und sie entweder selbst einatmen, oder deinem Pferd hinhalten, damit es sie einatmet. Genauso kannst du die Öle auch in einen geeigneten Diffusor im Haus oder im Stall vernebeln, um sie darüber einzuatmen.
Außerdem kannst du die + Öle von Young Living auch innerlich verwenden und zum Beispiel ins Futter geben oder das Pferd abschlecken lassen. Diese Öle sind ausdrücklich als Lebensmittel deklariert.
Und wofür oder wogegen kann man die Öle nun verwenden?
Die Liste ist lang und ich mag hier keine Handlungsempfehlungen in dem Sinne aussprechen, weil ich dich und dein Pferd dafür kennen muss. Das wäre hochgradig unseriös.
Generell gibt es für diverse Erkrankungen mögliche ätherische Öle, die unterstützend wirken können. Das bedeutet, sie ersetzen keinen Tierarzt und kein Medikament, aber sie können unterstützen, wenn du sie richtig einsetzt werden. Im Zweifel solltest du immer Rücksprache mit einem Tierarzt halten, anstatt selbst auszuprobieren.
Du kannst die Öle beispielsweise bei Atemwegserkrankungen, bei Kolik, Ekzem und Strahlfäule, für psychische Probleme wie Ängste beim Anhänger fahren oder zur Unterstützung von körperlichen und muskulären Themen anwenden. Wenn du ein bestimmtes Problem mit deinem Pferd hast und da Bedarf ist, darfst du dich sehr gern bei mir melden und wir schauen gemeinsam, was sich bei dir individuell anbietet!
Damit solltest du erstmal einen guten Grundüberblick über die Arbeit mit ätherischen Ölen bekommen haben. Wenn du sonst noch Fragen hast, schreibe sie gern einfach in die Kommentare! Ich freue mich von dir zu hören.
Bis zum nächsten Mal, deine Christina!
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